Eine romanische Abtei aus hellem Stein zwischen Oliven und Zypressen
Wenige Kilometer von Montalcino, im Tal von Castelnuovo dell'Abate, taucht die Abtei Sant'Antimo plötzlich zwischen Olivenhainen auf, eine Kirche aus hellem Travertin und Alabaster mit quadratischem Glockenturm. Der Legende nach gründete sie Karl der Große; die heutige Kirche entstand im 12. Jahrhundert und ist ein Meisterwerk der italienischen Romanik.
Die Architektur zeigt französische Einflüsse, mit einem in Italien seltenen Umgang um die Apsis. Innen gibt das durch Alabaster gefilterte Licht dem Stein einen goldenen Schimmer, und die Kapitelle zeigen Tiere und biblische Szenen, darunter Daniel in der Löwengrube. Eine kleine geistliche Gemeinschaft hält sie lebendig.
Tipp: Ein schöner Fußweg von etwa 10 km verbindet Montalcino mit der Abtei durch Weinberge und Wälder; die Zeiten der liturgischen Gesänge, an denen man teilnehmen kann, vorher erfragen.
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