Arco und das Klettern
Die europäische Kletterhauptstadt
Wenige Kilometer nördlich des Gardasees, im Tal der Sarca, ist Arco eine Kleinstadt mit mildem Klima, über der ein außergewöhnlicher Anblick aufragt: ein hoher, freistehender Kalkfelsen, gekrönt von den Ruinen einer mittelalterlichen Burg, mit Türmen und Mauern, die zwischen Zypressen und Olivenbäumen den Felsen hinaufsteigen, ein so malerischer Blick, dass Albrecht Dürer ihn 1495 in einem berühmten Aquarell festhielt, heute im Louvre. Im 19. Jahrhundert war Arco ein renommierter Kurort des Habsburgerreiches, wo der österreichische Adel überwinterte, und die Stadt bewahrt noch elegante Villen, das Kasino, das Arboretum, einen botanischen Garten mit exotischen Pflanzen, und die habsburgische Promenade.
Heute aber ist Arco weltweit als „Hauptstadt des Kletterns“ berühmt: Die Kalkwände rings um das Tal, wie die Colodri-Wand direkt über der Stadt, bieten Tausende Kletterrouten jeder Schwierigkeit, von kurzen Sportkletterrouten bis zu langen Mehrseillängen, in einem milden Klima, das fast ganzjähriges Klettern erlaubt. Seit 1987 findet in Arco der Rock Master statt, einer der renommiertesten internationalen Kletterwettbewerbe, und die Stadt ist voller Ausrüstungsläden, Kletterhallen und Kletterer aus ganz Europa. Arco ist auch eine ausgezeichnete Basis für Mountainbiken, Wandern und Klettersteige wie den Colodri-Steig, und die Burg erreicht man auf einem Weg durch die Olivenhaine mit Blick über Tal und See.
Tipp: Auf dem Weg zwischen Olivenbäumen und Zypressen zur Burg hinaufsteigen; Anfänger können einen Kurs bei einem örtlichen Bergführer machen.
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