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Die Grotten von Castelcivita

Eines der größten Karstsysteme des Südens

Im Herzen des Nationalparks Cilento, am Fuß der Monti Alburni, bilden die Grotte di Castelcivita eines der größten Karstsysteme Süditaliens mit rund 5 Kilometern erforschter Gänge. Über Jahrmillionen vom Wasser im Kalkstein geschaffen, wurden sie Ende des 19. Jahrhunderts erstmals erkundet; der Legende nach versteckte sich hier der Brigant Giuseppe Tardio mit seinen Männern.

Der etwa 1.200 Meter lange Besucherweg führt durch eine Folge von Sälen und Gängen mit außergewöhnlich vielfältigen Tropfsteinen: Stalaktiten und Stalagmiten, Säulen, Felsvorhänge, Höhlenperlen und kristalline Gebilde in warmen Farbtönen. Zu den spektakulärsten Räumen gehören die Sala del Caos und die Grande Sala. Die Höhlen lieferten Spuren menschlicher Anwesenheit von vor rund 40.000 Jahren, aus der Zeit des Neandertalers. Weitere, nur Höhlenforschern zugängliche Abschnitte umfassen einen unterirdischen See und Fluss.

Tipp: Die Führung dauert etwa eineinhalb Stunden; drinnen etwa 16 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit. Die Hochebene der Alburni darüber eignet sich gut zum Wandern.

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