Subiaco und die Benediktinerklöster
Der Sacro Speco, die Höhle, in der der heilige Benedikt als Einsiedler lebte
Im grünen Tal des Aniene, etwa siebzig Kilometer von Rom, ist Subiaco die Wiege des abendländischen Mönchtums. Um 500 n. Chr. zog sich der junge Benedikt von Nursia hierher zurück und lebte als Einsiedler in einer Höhle in den Felswänden; um ihn entstanden die Gemeinschaften, von denen aus sich der Benediktinerorden in Europa verbreitete.
Über der Höhle entstand das Kloster San Benedetto, der Sacro Speco, an die Felswand geklammert: eine Kaskade übereinander gebauter Kapellen und Kirchen, ganz mit Fresken des 13. bis 15. Jahrhunderts bedeckt, darunter das älteste bekannte Bildnis des heiligen Franziskus, der 1223 hier war. Weiter unten druckte man im Kloster Santa Scolastica mit seinen drei Kreuzgängen 1465 die ersten Bücher Italiens.
Tipp: Der Weg zwischen den beiden Klöstern dauert auf einem aussichtsreichen Pfad etwa zwanzig Minuten; die Mönche verkaufen ihre Produkte im Laden. Angemessene Kleidung ist Pflicht.
Wo es liegt
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