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Nr. 609 von 1001 · Latium

Sutri

Ein ganz in den Tuff gehauenes Amphitheater und eine Mithras-Kirche

Sutri an der Via Cassia nördlich von Rom ist eine alte etruskische und römische Stadt auf einem Tuffsporn, die die Römer das „Tor Etruriens“ nannten. Ihr überraschendstes Bauwerk liegt gleich vor dem Zentrum im Archäologiepark der antiken Stadt: ein Amphitheater, das im 1. Jahrhundert v. Chr. nicht gebaut, sondern ganz aus dem Tufffels gehauen wurde, mit Rängen, Gängen und Eingängen aus einem einzigen Steinblock.

An der gegenüberliegenden Talwand öffnen sich Dutzende etruskische Felsgräber, darunter die Kirche Madonna del Parto, ein Mithräum, ein in den Fels gehauener Tempel des Mithras, im Mittelalter zur Kirche umgewandelt und mit Fresken geschmückt, darunter eine Prozession von Pilgern der Via Francigena. Darüber hat der Ort einen romanischen Dom und ein mittelalterliches Zentrum.

Tipp: Der Park ist in eineinhalb Stunden bequem zu besichtigen; Sutri ist eine Etappe der Via Francigena, und der Pilgerweg führt direkt am Amphitheater vorbei.

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