Die Wiege des benediktinischen Mönchtums, nach dem Krieg wiederaufgebaut
Auf einem über 500 Meter hohen Berg über der Stadt Cassino und dem Liri-Tal gründete der heilige Benedikt von Nursia um 529 die Abtei Montecassino, wo er seine berühmte Regel schrieb, die das abendländische Mönchtum prägte. Jahrhundertelang war die Abtei eines der großen Kulturzentren Europas, das antike Handschriften bewahrte und abschrieb.
Ihre Geschichte ist auch eine von Zerstörung und Wiedergeburt: Langobarden, Sarazenen und ein Erdbeben zerstörten sie, und schließlich am 15. Februar 1944 die alliierten Bombenangriffe in der Schlacht um Cassino. „Wo sie war und wie sie war“ wiederaufgebaut, wurde sie 1964 neu geweiht. Heute besichtigt man die Kreuzgänge, die barocke Basilika mit dem Grab des heiligen Benedikt und der heiligen Scholastika und das Museum. Unterhalb des Berges liegen die Soldatenfriedhöfe der Schlacht, darunter der polnische.
Tipp: Die Straße zur Abtei hat viele Kehren; angemessene Kleidung ist Pflicht. Der Blick über das Tal vom Kreuzgang der Wohltäter ist spektakulär.
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