Piazza Vecchia und die venezianischen Mauern
Bergamo ist zwei Städte in einer: die moderne Città Bassa in der Ebene und auf dem Hügel darüber die Città Alta, die mittelalterliche Oberstadt, umschlossen von den mächtigen, rund sechs Kilometer langen venezianischen Mauern aus dem 16. Jahrhundert, als Bergamo westlichster Vorposten der Republik Venedig war. Seit 2017 sind die Mauern UNESCO-Welterbe.
In die Oberstadt fährt man mit der alten Standseilbahn aus der Unterstadt. Ihr Herz ist die Piazza Vecchia, die Le Corbusier „den schönsten Platz Europas“ nannte, mit dem Palazzo della Ragione, dem Turm Campanone, der noch heute um 22 Uhr hundert Schläge läutet, zur Stunde, als einst die Tore geschlossen wurden, und dem Contarini-Brunnen. Dahinter liegt die Piazza del Duomo mit Dom, der Basilika Santa Maria Maggiore und der Cappella Colleoni. Die Hauptstraße, die Corsarola, mit Läden und Konditoreien, verläuft zwischen den Toren; oben fährt eine zweite Standseilbahn nach San Vigilio mit Burg und Aussicht.
Tipp: Polenta e osei probieren, eine Süßigkeit in Polentaform mit Marzipanvögelchen, und Casoncelli, gefüllte Pasta mit Butter und Salbei.
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