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Nr. 284 von 1001 · Ligurien

Boccadasse

Das Fischerdorf in der Stadt

Am Ostende des Corso Italia, der langen Strandpromenade Genuas, wenige Kilometer vom Zentrum, verbirgt sich eine Überraschung: Boccadasse, ein altes Fischerdorf, das außerhalb der Zeit geblieben scheint, obwohl es heute zur Stadt gehört. Seine hohen, schmalen Häuser in kräftigen Farben, Rosa, Gelb, Orange und Ocker, mit grünen Fensterläden, drängen sich um eine winzige Bucht mit Kieselstrand, an dem die Fischerboote liegen, und klettern über Treppen und enge Gassen den Hang hinauf. Der Überlieferung nach gründeten spanische Fischer das Dorf, die hier bei einem Sturm Zuflucht fanden.

Boccadasse ist einer der Lieblingsorte der Genuesen, vor allem bei Sonnenuntergang, wenn man mit einem Eis oder Aperitif auf den Kieseln oder Felsen sitzt und zusieht, wie die Sonne über dem Meer versinkt und die Lichter der Stadt angehen. Vom Strand führt ein kurzer Weg zum Vorgebirge Capo di Santa Chiara mit Villen und Gärten über dem Meer und Blick über die Riviera di Levante bis Portofino. Das Dorf hat kleine Fischrestaurants, Bars und eine berühmte Eisdiele. Der Spaziergang über den Corso Italia, etwa zweieinhalb Kilometer von der Fiera bis Boccadasse, mit dem Meer auf der einen und den Jugendstilvillen von Albaro auf der anderen Seite, ist die klassische Genueser Promenade, besonders sonntags. Genueser Liedermacher haben Boccadasse besungen, und es erschien in Filmen und Fernsehserien.

Tipp: Bei Sonnenuntergang mit einem Eis hingehen; zu Fuß über den Corso Italia oder mit dem Bus vom Zentrum.

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