Kleine Seen und Tropfsteine im Sulcis
Im grünen Tal von Fluminimaggiore im Iglesiente, im Südwesten Sardiniens, ist die Grotta di Su Mannau eine der größten und schönsten Karsthöhlen der Insel, mit rund 8 Kilometern erforschter Gänge, entstanden durch einen unterirdischen Fluss im kambrischen Kalkstein, einem der ältesten Gesteine Europas, über 500 Millionen Jahre alt.
Der etwa einen Kilometer lange Besucherweg beginnt in der Sala Archeologica, wo in nuragischer Zeit ein Heiligtum des Wasserkults lag: Hier fand man Hunderte Öllampen und Votivgaben von Menschen, die eine Wassergottheit verehrten. Dann windet sich der Weg durch eine Folge von Sälen und Gängen mit Stalaktiten, Stalagmiten, Säulen, Sinter„vorhängen“ und kristallinen Gebilden aus weißem und rosa Aragonit und führt auf Stegen über kleine unterirdische Seen mit kristallklarem Wasser. Zu den spektakulärsten Räumen gehören der Pozzo Rodriguez und die Sala del Gigante. Abenteuerlichere Höhlentouren mit Führer und Ausrüstung erkunden die tieferen Teile. Nicht weit entfernt steht in einem stillen Tal der römisch-punische Tempel von Antas, dem Sardus Pater geweiht, dem Vatergott der Sarden.
Tipp: Drinnen herrschen ganzjährig etwa 16 Grad; mit dem wenige Kilometer entfernten Tempel von Antas verbinden.
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