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Livigno

Das zollfreie „kleine Tibet“

In einem hohen, weiten Tal auf über 1.800 Metern nahe der Schweizer Grenze ist Livigno einer der beliebtesten Bergorte Italiens, wegen seiner Höhe, des rauen Klimas und der einst extremen Abgeschiedenheit „Piccolo Tibet“ genannt: Bis ins 20. Jahrhundert war es monatelang vom Schnee abgeschnitten, und die Straße über den Foscagno-Pass wird erst seit den 1950er-Jahren im Winter offen gehalten.

Wegen dieser Abgeschiedenheit genießt Livigno seit dem 16. Jahrhundert Steuerprivilegien und ist heute Zollausschlussgebiet außerhalb des EU-Zollgebiets: Treibstoff, Alkohol, Parfüm, Elektronik und Zigaretten sind günstiger, und die lange Hauptstraße ist voller Geschäfte. Vor allem aber ist Livigno ein Sportziel: Im Winter gibt es über 100 Pistenkilometer auf beiden Talseiten, Snowparks unter den besten Europas und Langlaufloipen, und hier fanden die Freestyle- und Snowboardwettbewerbe der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 statt. Im Sommer ist es ein Paradies für Mountainbiker, Wanderer und Trailrunner, mit dem Livigno-Stausee, der bis in die Schweiz reicht.

Tipp: Vor dem Einkauf die Freimengen prüfen; die Schweizer Straße durch den Munt-la-Schera-Tunnel ist mautpflichtig und hat begrenzte Öffnungszeiten.

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