San Pietro auf der Klippe und die Palmaria
An der Südspitze des Vorgebirges, das den Golf von La Spezia im Westen abschließt, ist Portovenere eines der schönsten Dörfer Liguriens und zusammen mit den Cinque Terre und den Inseln Palmaria, Tino und Tinetto UNESCO-Welterbe. Der Name stammt wohl von einem Venustempel, der der Überlieferung nach auf dem Vorgebirge stand. Im Mittelalter war es ein befestigter Vorposten der Republik Genua, und seine lange Reihe hoher, schmaler, bunter Turmhäuser am Hafen, die „Palazzata“, bildete eine Mauer zum Meer, mit der Hauptgasse, dem Carruggio, dahinter.
Am Ende des Dorfes, auf einem Felssporn über dem offenen Meer, steht die Kirche San Pietro, 1198 geweiht und im 13. Jahrhundert gotisch erweitert, aus unverwechselbarem schwarz-weiß gestreiftem Stein, an der Stelle eines antiken Tempels erbaut: einer der meistfotografierten Orte Liguriens, besonders bei Sonnenuntergang. Daneben erinnert die Grotta di Byron, eine Bucht zwischen den Felsen, an den englischen Dichter, der von hier quer über den Golf nach Lerici geschwommen sein soll, um seinen Freund Shelley zu besuchen. Über dem Dorf stehen die Burg der Doria mit Blick auf den Golf und die romanische Kirche San Lorenzo. Gegenüber von Portovenere, jenseits eines schmalen Kanals, ist die Insel Palmaria, die größte Liguriens, per Boot erreichbar und bietet Wege, Strände und die Blaue Grotte; weiter draußen liegen die Insel Tino mit Leuchtturm und das winzige Tinetto.
Tipp: Eine Bootstour um die drei Inseln machen; im Sommer mit dem Schiff aus La Spezia oder den Cinque Terre anreisen, da Parken schwierig ist.
Wo es liegt
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