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Nr. 367 von 1001 · Emilia-Romagna

Reggio Emilia und die Trikolore

Der Saal, in dem die Flagge entstand

Reggio Emilia, eine lebhafte Stadt an der Via Emilia zwischen Parma und Modena, ist als „Città del Tricolore“ bekannt, Stadt der Trikolore: Hier nahmen am 7. Januar 1797 die Abgeordneten der Zispadanischen Republik, einer von Napoleon mit Reggio, Modena, Bologna und Ferrara geschaffenen Schwesterrepublik, erstmals die grün-weiß-rote Flagge als Banner eines souveränen italienischen Staates an, die später zur Nationalflagge Italiens wurde. Die Sitzung fand im Rathaus statt, im damaligen Sala del Congresso, heute als Sala del Tricolore bekannt, einem eleganten elliptischen Saal mit Rängen, in dem noch der Stadtrat tagt.

Neben dem Saal erzählt das Museo del Tricolore mit Dokumenten, Fahnen, Uniformen und Erinnerungsstücken die Geschichte der Flagge und des Risorgimento. Jeden 7. Januar wird der Jahrestag als nationaler Tag der Flagge mit einer Zeremonie im Beisein der höchsten Staatsvertreter gefeiert. Die sechseckige Altstadt hat schöne Plätze wie die Piazza Prampolini mit Dom und Rathaus und die Piazza San Prospero mit ihrem Markt, die Renaissance-Basilica della Ghiara mit einem Freskenzyklus emilianischer Maler des 17. Jahrhunderts und das elegante Teatro Municipale Romolo Valli. International berühmt ist Reggio auch für seinen frühpädagogischen Ansatz, den „Reggio Emilia Approach“ von Loris Malaguzzi. Typisch für die Stadt ist der Erbazzone, ein herzhafter Kuchen mit Mangold und Parmigiano.

Tipp: Die Sala del Tricolore ist zu besichtigen, wenn keine Ratssitzung stattfindet; Erbazzone in den Bäckereien der Altstadt probieren.

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