Vierzehn Kapellen am Berg
Über der Stadt Varese, an den Hängen des Massivs Campo dei Fiori, ist der Sacro Monte di Varese einer der neun Heiligen Berge des Piemont und der Lombardei auf der UNESCO-Welterbeliste. Von 1604 bis Ende des 17. Jahrhunderts in der Zeit der Gegenreformation erbaut, war er als Pilgerweg gedacht, der die Reise ins Heilige Land ersetzen sollte.
Eine gepflasterte, etwa zwei Kilometer lange Via Sacra führt den Berg hinauf, vorbei an vierzehn Kapellen, die den Geheimnissen des Rosenkranzes gewidmet sind, jede ein kleiner Bau mit eigener Architektur: Innen stellen lebensgroße Terrakottastatuen und Fresken Szenen aus dem Leben Christi und Mariens mit großem Realismus dar, wie Bühnenbilder. Oben liegt das mittelalterliche Dorf Santa Maria del Monte mit dem Heiligtum, Ziel der Wallfahrt, und dem Museo Baroffio. Der Blick reicht über die Seen von Varese, den Lago Maggiore und die Ebene. Gleich dahinter hat der Park Campo dei Fiori eine Sternwarte und ein Jugendstil-Grandhotel.
Tipp: Der Weg über die Via Sacra dauert etwa eine Stunde; eine in der Saison verkehrende Standseilbahn verbindet das Dorf mit dem unteren Teil des Weges.
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