Amerikanische Gegenwartskunst in einer Villa des 18. Jahrhunderts
Auf dem Hügel Biumo Superiore in Varese ist die Villa Panza eine überraschende Begegnung von Vergangenheit und Gegenwart: eine elegante Villa aus dem 18. Jahrhundert mit italienischem Garten, die eine der wichtigsten Sammlungen amerikanischer Gegenwartskunst in Europa beherbergt. Sie war das Haus von Giuseppe Panza di Biumo, einem großen Sammler, der ab den 1950er-Jahren Werke junger amerikanischer Künstler kaufte, bevor sie berühmt wurden, und der 1996 die Villa und einen Teil seiner Sammlung dem FAI, dem italienischen National Trust, schenkte.
Neben den historischen Räumen mit antiken Möbeln und afrikanischer und präkolumbischer Kunst zeigen die alten Stallungen und Wirtschaftsflügel Werke des Minimalismus, der Konzeptkunst und vor allem der Licht-und-Raum-Kunst: ganze Räume von Dan Flavin mit farbigen Neonröhren und die immersiven Installationen von James Turrell, darunter ein „Skyspace“, ein Raum mit einer Deckenöffnung, die den Himmel rahmt und sich mit dem Tageslicht verändert. Dazu kommen monochrome Gemälde und Werke von Robert Irwin und anderen. Der große Park mit Blick auf die Alpen ist ein Genuss für sich.
Tipp: Die Lichtinstallationen verändern sich mit der Tageszeit; das Café-Restaurant der Villa hat eine Terrasse zum Garten.
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