Die genuesische Festung am Meer
An der Riviera di Ponente ist Savona eine geschäftige Hafenstadt mit langer Geschichte, jahrhundertelang die große Rivalin Genuas. Sie ist die Heimatstadt zweier Päpste aus der Familie della Rovere: Sixtus IV., Erbauer der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, und seines Neffen Julius II., des Förderers von Michelangelo und Raffael; neben dem Dom ließ Sixtus IV. auch die „Sixtinische Kapelle von Savona“ bauen, eine barocke Grabkapelle für seine Eltern. 1528 wurde die Stadt endgültig von Genua erobert, das, um sie zu unterwerfen, einen Teil ihres Hafens zuschüttete und ein ganzes Viertel auf dem Hügel über dem Meer samt altem Dom abriss, um eine riesige Festung zu bauen: den Priamar.
Ab 1542 errichtet, steht die Festung auf einem Vorgebirge über dem Meer, mit mächtigen Bastionen und Mauern, und beherrschte jahrhundertelang die Stadt als Symbol genuesischer Macht. Im 19. Jahrhundert wurde sie Gefängnis, und ihr berühmtester Häftling war Giuseppe Mazzini, der Vater des Risorgimento, hier 1830 bis 1831 eingesperrt, der in seiner Zelle die Idee zur Gründung der „Giovine Italia“ fasste. Heute ist der Priamar ein Kulturzentrum mit dem Archäologischen Museum mit Funden der antiken Stadt, dem Museo Sandro Pertini mit Kunstwerken, die der in der Nähe geborene frühere Staatspräsident stiftete, und den Skulpturen von Renata Cuneo, dazu Konzerte und Veranstaltungen im Sommer. Am Hafen steht der Torre Leon Pancaldo, ein mittelalterlicher Turm, benannt nach einem Seemann aus Savona auf Magellans Expedition.
Tipp: Von den Bastionen des Priamar schöner Blick auf Meer und Hafen; die Farinata probieren, hier auch aus Weizenmehl.
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