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Sirmione und die Grotten des Catull

Die römische Villa an der Spitze der Halbinsel

Sirmione erstreckt sich auf einer schmalen, etwa vier Kilometer langen Halbinsel in den Südteil des Gardasees und ist einer der meistbesuchten Orte am See. Der lateinische Dichter Catull, der hier im 1. Jahrhundert v. Chr. ein Haus hatte, nannte es „Juwel aller Halbinseln und Inseln“.

An der Spitze der Halbinsel liegen zwischen Olivenhainen die Ruinen der größten römischen Villa Norditaliens, bekannt als Grotte di Catullo: Der Name stammt von Renaissance-Besuchern, die die eingestürzten, überwucherten Gewölbe für Grotten hielten. Die Villa aus dem späten 1. Jahrhundert v. Chr. bis frühen 1. Jahrhundert n. Chr. bedeckte rund zwei Hektar auf mehreren Ebenen, mit Säulenhallen, Terrassen und einem langen überdachten Wandelgang mit Seeblick. Ein kleines Museum zeigt Fresken und Funde. Sirmione ist auch für seine Thermen bekannt: Die Quelle Boiola sprudelt mit etwa 70 Grad heißem Schwefelwasser vom Seegrund und speist die Thermalbäder. Nahe der Spitze fallen am Jamaica-Strand glatte Kalkplatten ins klare Wasser ab.

Tipp: Die Altstadt ist autofrei und im Sommer sehr voll; mit dem Schiff aus anderen Seeorten oder früh am Morgen anreisen.

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