Das römische Amphitheater und die Oper im Sommer
Verona in einer Schleife der Etsch ist eine der schönsten Städte Italiens und wegen ihres Stadtbilds und ihrer Bauten aus zweitausend Jahren Geschichte UNESCO-Welterbe: römisch, mittelalterlich unter den Scaligern, venezianisch und österreichisch. Ihr Wahrzeichen ist die Arena an der weiten Piazza Bra.
Um 30 n. Chr. erbaut, ist sie eines der besterhaltenen römischen Amphitheater der Welt: Vom Außenring stehen nach einem Erdbeben von 1117 nur vier Bögen, die „Ala“, doch der innere Ring und die Cavea mit Stufen aus rosa Marmor sind fast unversehrt. In römischer Zeit fasste sie rund 30.000 Zuschauer für Gladiatorenkämpfe. Seit 1913, als zum hundertsten Geburtstag Verdis seine Aida aufgeführt wurde, findet hier jeden Sommer von Juni bis September das Arena di Verona Opera Festival statt, eines der größten Freiluft-Opernfestivals der Welt: An Sommerabenden sehen bis zu etwa 15.000 Zuschauer monumentale Inszenierungen von Aida, Carmen, Nabucco und Turandot und zünden nach Tradition bei Einbruch der Dunkelheit Kerzen an. Auch Pop- und Rockkonzerte finden statt.
Tipp: Die billigsten Plätze sind die unnummerierten Steinstufen; ein Kissen mitbringen. Der Liston, der breite Gehsteig der Piazza Bra, ist voller Cafés und Restaurants.
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