Hadrians Mausoleum, zur päpstlichen Festung geworden
Am Tiberufer, am Ende der mit Berninis Engeln geschmückten Brücke, erhebt sich der massige Rundbau der Engelsburg. Sie wurde 135 n. Chr. als Mausoleum Kaiser Hadrians und seiner Familie gebaut, dann zur Festung, Papstresidenz und zum Gefängnis. Der Name stammt von der Vision Papst Gregors des Großen, der 590 den Erzengel Michael auf ihrer Spitze das Schwert einstecken sah, als Zeichen für das Ende einer Pest.
Ein überdachter Gang, der Passetto di Borgo, verbindet sie mit dem Vatikan: Die Päpste flohen darüber bei Gefahr, wie Clemens VII. beim Sacco di Roma 1527. Der Rundgang führt die spiralförmige Rampe des römischen Grabes hinauf zu den in der Renaissance ausgemalten Papstgemächern und zur Engelsterrasse, auf der der letzte Akt von Puccinis Tosca spielt, mit einem der schönsten Blicke auf St. Peter.
Tipp: Die Engelsbrücke mit Berninis Engeln ist nachts wunderschön; den Passetto kann man nur an bestimmten Tagen besichtigen.
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