Carbonara, Cacio e pepe und das fünfte Viertel im alten Schlachthofviertel
Testaccio, ein Arbeiterviertel am Tiber, wuchs um den alten Schlachthof Roms, den Mattatoio, der bis 1975 in Betrieb war. Die Arbeiter wurden teils mit dem Quinto quarto bezahlt, dem „fünften Viertel“, den Innereien und billigen Stücken, die die Reichen verschmähten, und daraus entstanden einige große Gerichte der römischen Küche: Coda alla vaccinara, mit Sellerie geschmorter Ochsenschwanz, Rigatoni con la pajata, Trippa alla romana.
Das Viertel ist auch der beste Ort für die vier großen römischen Pastagerichte: Carbonara mit Ei, Guanciale und Pecorino, Cacio e pepe, Amatriciana und Gricia. Der Mercato di Testaccio, eine moderne Markthalle, hat Streetfood-Stände, etwa mit dem Trapizzino, einem Dreieck aus Pizzabrot, gefüllt mit römischen Schmorgerichten. Das Viertel liegt um den Monte Testaccio, einen künstlichen Hügel aus Millionen zerbrochener römischer Amphoren.
Tipp: Viele historische Trattorien schließen sonntags oder montags; der alte Mattatoio ist heute ein Ort für Gegenwartskunst.
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