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Nr. 729 von 1001 · Kampanien

Der Dom von Salerno

Die Krypta des heiligen Matthäus und das normannische Quadriportikus

Die Kathedrale San Matteo in Salerno wurde ab 1080 vom Normannenherrscher Robert Guiscard errichtet, um die Reliquien des Evangelisten Matthäus aufzunehmen, die 954 in die Stadt gekommen waren. 1084 weihte sie Papst Gregor VII., der nach Salerno geflohen war und hier im Jahr darauf starb; sein Grab liegt im Dom.

Man betritt durch die Löwenpforte ein prächtiges Quadriportikus, einen Vorhof mit Bögen auf antiken Säulen aus Paestum, mit einem Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert. Die Bronzetüren wurden 1099 in Konstantinopel gegossen. Das nach einem Erdbeben barock erneuerte Innere bewahrt mittelalterliche Schätze: zwei Ambonen mit kosmatischen Mosaiken, den Osterleuchter und die Apsismosaiken. Höhepunkt ist die Krypta, ganz mit farbigem Marmor und Fresken des 17. Jahrhunderts ausgekleidet, wo die Reliquien des heiligen Matthäus unter einer doppelten Bronzestatue des Heiligen ruhen.

Tipp: Der Dom liegt wenige Schritte vom Lungomare Trieste, einer der schönsten Uferpromenaden Italiens; Salerno ist auch die Stadt der mittelalterlichen Scuola Medica Salernitana.

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