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Gennargentu und Punta La Marmora

Das Dach Sardiniens

Im Herzen der Insel ist das Gennargentu-Massiv das höchste Gebirge Sardiniens, ein weites Hochland aus runden Gipfeln, Weiden, alten Wäldern und tiefen Tälern, seit Jahrtausenden von Hirten bewohnt und vom Tourismus fast unberührt. Sein höchster Gipfel, die Punta La Marmora, erreicht 1.834 Meter und ist nach Alberto La Marmora benannt, dem piemontesischen General und Gelehrten, der Sardinien im 19. Jahrhundert kartierte. Vom Gipfel umfasst der Blick an klaren Tagen fast die ganze Insel, vom Golf von Orosei bis zum Golf von Oristano und angeblich sogar Korsika.

Das Massiv gehört zum Nationalpark Gennargentu und Golf von Orosei. Die raue, stille Landschaft besteht aus Schiefer und Granit, mit hohen Weiden, auf denen Schafherden und Pferde frei weiden, Hainen aus Stechpalmen, Eiben und Ahorn und seltenen Pflanzen. Hier leben der Mufflon, das Wildschaf Sardiniens, der Steinadler, der Gänsegeier und der Sardische Hirsch. Im Winter liegt auf den Gipfeln Schnee, und das kleine Skigebiet Bruncu Spina auf etwa 1.500 Metern ist das einzige Sardiniens. Der klassische Aufstieg zur Punta La Marmora beginnt am Pass Arcu Guddetorgiu bei Desulo oder am Bruncu Spina bei Fonni, auf Wegen von wenigen Stunden. Die Dörfer der Gegend, Desulo, Fonni, Aritzo und Tonara, bewahren alte Traditionen, Trachten und Handwerk wie den Torrone von Tonara.

Tipp: Das Wetter in den Bergen ändert sich schnell, auch im Sommer warme Kleidung mitnehmen; im Herbst sind die Kastanienwälder von Aritzo und Desulo wunderschön.

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