Das Leitgericht der Mantuaner Küche
Die reiche und feine Mantuaner Küche spiegelt die Geschichte einer Hofstadt inmitten fruchtbaren Landes, und ihr berühmtestes Gericht sind die Tortelli di zucca, Kürbistortelli. Es sind große Quadrate aus frischem Eiernudelteig, gefüllt mit einer süß-salzigen Mischung aus im Ofen gebackenem Kürbis, Amaretti, Parmesan oder Grana Padano, Muskat und Mostarda mantovana, kandierten Äpfeln oder Quitten in Senfsirup, serviert mit zerlassener Butter, Salbei und mehr Käse.
Die Verbindung von süß und salzig ist ein Erbe der Renaissance-Hofküche: Die Köche der Gonzaga wie Bartolomeo Stefani verwendeten ähnliche Füllungen schon im 17. Jahrhundert. Traditionell kommt das Gericht an Heiligabend auf den Tisch. Weitere Mantuaner Spezialitäten sind das Risotto alla pilota mit Reis aus der Mantuaner Ebene und gehackter Salamimasse, Luccio in salsa, Hecht mit Kapern-Sardellen-Petersilien-Soße, Agnolini in Brühe und die Sbrisolona, ein krümeliger Kuchen aus Maismehl, Mandeln und Schmalz, den man mit den Händen bricht statt schneidet.
Tipp: Am besten probiert man sie in den traditionellen Trattorien der Stadt und des Umlands; nach der Torta sbrisolona mit einem Glas Lambrusco Mantovano fragen.
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