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Nr. 736 von 1001 · Apulien

Bari Vecchia

Die Gassen, in denen Frauen vor ihren Häusern Orecchiette formen

Auf einer kleinen Halbinsel zwischen dem alten und dem neuen Hafen von Bari ist Bari Vecchia, die Altstadt, ein Labyrinth enger weißer Gassen, Bögen, Höfe und winziger Plätze mit über vierzig Kirchen und mehr als hundert Straßenaltären. Einst als gefährlich verrufen, ist sie in den letzten Jahrzehnten aufgeblüht und heute eine der ursprünglichsten Altstädte Süditaliens, in der sich das Alltagsleben noch auf der Straße abspielt.

Ihr berühmtester Winkel ist der Arco Basso, die Gasse, in der die Frauen des Viertels, die „Signore delle orecchiette“, vor ihren Haustüren an Holztischen sitzen und von Hand Orecchiette formen, die „Öhrchen“ aus Hartweizen, typisch für Apulien: Sie ziehen ein Teigstück mit dem Messer und stülpen es in erstaunlichem Tempo über den Daumen, legen sie dann auf Holzrahmen zum Trocknen aus und verkaufen sie an Passanten. Die Altstadt ist von der Muraglia umgeben, den alten Seemauern, einem Panoramaweg, und wird vom normannisch-staufischen Kastell überragt, von Friedrich II. wiederaufgebaut. In der Nähe liegen die Basilika San Nicola und die romanische Kathedrale San Sabino.

Tipp: Streetfood probieren wie Sgagliozze (frittierte Polenta), Popizze (frittierte Teigbällchen) und Focaccia barese; abends belebt sich der Lungomare und die Piazza Mercantile.

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