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Nr. 251 von 1001 · Friaul-Julisch Venetien

Die Friauler Dolomiten und der Campanile di Val Montanaia

Eine einsame Felsnadel

Im äußersten Westen Friauls, zwischen den Tälern von Piave und Tagliamento, sind die Dolomiti Friulane der wildeste und unbekannteste Teil der Dolomiten, durch einen Naturpark geschützt und seit 2009 Teil der UNESCO-Welterbestätte Dolomiten. Hier gibt es keine Lifte und großen Ferienorte, sondern eine Landschaft aus zerklüfteten Gipfeln, tiefen Tälern, Wäldern und Almen, in der Gämsen, Steinböcke, Steinadler und Murmeltiere leben. Ihr Wahrzeichen ist der Campanile di Val Montanaia, eine außergewöhnliche, etwa 300 Meter hohe Felsnadel, die einsam aus den Geröllhalden am Ende des Val Montanaia bis auf 2.173 Meter aufragt, in fast vollkommener Glockenturmform, eines der berühmtesten Kletterziele der Alpen.

Der Campanile wurde 1902 von den österreichischen Bergsteigern Viktor Wolf von Glanvell und Karl Günther von Saar erstbestiegen, und auf seinem Gipfel hängt eine kleine Glocke, die Kletterer läuten, wenn sie oben ankommen. Um ihn zu sehen, startet man in Cimolais, einem Dorf im Val Cellina mit dem Besucherzentrum des Parks, fährt oder geht das Val Cimoliana hinauf bis zum Rifugio Pordenone, von wo ein Pfad in etwa zwei bis drei Stunden zum Bivacco Perugini am Fuß der Nadel steigt. Die anspruchsvolle, aber nicht technische Wanderung bietet spektakuläre Blicke auf den Campanile und die umliegenden Gipfel. Zum Park gehören auch schöne Dörfer wie Erto, Andreis und Claut.

Tipp: Früh vom Rifugio Pordenone aufbrechen; gute Bergschuhe tragen, da das Geröll steil und locker ist.

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