Eine phönizische Insel in der Stagnone-Lagune und der Jüngling von Motye
In der flachen Lagune Stagnone nördlich von Marsala liegt die kleine Insel Mozia, das antike Motye, eine der wichtigsten phönizischen Kolonien des Mittelmeers, im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet. 397 v. Chr. zerstörte Dionysios I. von Syrakus die Stadt, die nie wieder aufgebaut wurde, was die Ruinen bewahrte.
Anfang des 20. Jahrhunderts kaufte der englische Archäologe und Weinhändler Joseph Whitaker die Insel und begann die Grabungen. Ein Weg um die Insel führt zum Kothon, einem künstlichen Hafenbecken, zum Tophet-Heiligtum, zu den Stadttoren und zu Hausresten mit Mosaiken. Das Museo Whitaker zeigt den Jüngling von Motye, eine Marmorstatue eines jungen Mannes im plissierten Gewand, 1979 gefunden und ein Meisterwerk griechischer Bildhauerei.
Tipp: Die Insel erreicht man mit einer kurzen Bootsfahrt vom Steg bei den Salinen; in der Antike verband sie eine heute versunkene Straße mit dem Festland.
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