Viterbo und das Viertel San Pellegrino
Das unversehrte Mittelalter der Papststadt
Im 13. Jahrhundert war Viterbo Residenz der Päpste, und hier fand die längste Papstwahl der Geschichte statt, fast drei Jahre, von 1268 bis 1271: Entnervt sperrten die Bürger die Kardinäle ein, deckten das Dach des Palastes ab und setzten sie auf Wasser und Brot. Daraus entstand das Wort „Konklave“, „mit dem Schlüssel“.
Der Papstpalast mit seiner eleganten gotischen Loggia steht neben dem Dom. Der eigentliche Schatz ist das Viertel San Pellegrino, eines der größten und besterhaltenen mittelalterlichen Viertel Europas: Häuser aus dunklem Peperino mit Außentreppen, den Profferli, Bögen, Türme, Höfe und kleine Plätze mit Brunnen. Jeden 3. September wird die Macchina di Santa Rosa, ein dreißig Meter hoher beleuchteter Turm, von hundert Trägern durch die Straßen getragen, immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Tipp: Im Mai füllt das Fest San Pellegrino in Fiore das Viertel mit Blumen; Viterbo ist von frei zugänglichen Thermalquellen wie dem Bullicame umgeben.
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