In den Giardini und im Arsenale
Die 1895 gegründete Biennale von Venedig ist die älteste und eine der wichtigsten internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst der Welt. Alle zwei Jahre, von April oder Mai bis November, verwandelt sie Venedig in eine Kunsthauptstadt, in den anderen Jahren abwechselnd mit der Architekturbiennale. Die Biennale veranstaltet auch die Filmfestspiele am Lido, das älteste Filmfestival der Welt, sowie Festivals für Tanz, Musik und Theater.
Die Kunstausstellung findet an zwei Hauptorten statt. Die Giardini, die von Napoleon am Ostende von Castello angelegten öffentlichen Gärten, beherbergen die historischen Länderpavillons, rund dreißig von berühmten Architekten entworfene Bauten, in denen jedes Land seine Künstler zeigt, und den Zentralpavillon. Das Arsenale, die einstigen Werften der Republik, wo im Mittelalter bis zu zweitausend Arbeiter im Fließbandverfahren eine Galeere pro Tag bauten, zeigt die große internationale Ausstellung in seinen weiten Backsteinhallen wie den 300 Meter langen Corderie. Dazu belegen Dutzende „Collateral Events“ und weitere Länderpavillons Paläste, Kirchen und Räume in der ganzen Stadt.
Tipp: Für Giardini und Arsenale mindestens zwei Tage einplanen; außerhalb der Biennale lohnen Mauern und Tor des Arsenale mit den Steinlöwen einen Spaziergang.
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