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Der Karneval von Venedig

Masken in Gassen und auf Plätzen

Der Karneval von Venedig ist einer der ältesten und berühmtesten der Welt. Seine Ursprünge reichen ins Mittelalter, und im 18. Jahrhundert dauerte er Monate, von Dezember bis zur Fastenzeit: In dieser Zeit trugen Venezianer und Fremde aller Stände Masken und Kostüme, die ihre Identität verbargen, so dass Adlige und Volk sich frei mischen und Glücksspiel, Theater, Flirts und Ausschweifungen jeder Art genießen konnten. Napoleon und dann die Österreicher verboten ihn; erst 1979 wurde er wiederbelebt.

Heute dauert der Karneval etwa zwei Wochen vor Aschermittwoch, meist im Februar. Zu den berühmtesten Momenten gehören der Volo dell'Angelo, der „Engelsflug“, bei dem eine junge Frau an einem Seil vom Campanile auf den Markusplatz schwebt; die Festa delle Marie, ein Umzug junger Venezianerinnen nach mittelalterlicher Tradition; der Wettbewerb um die schönste Maske; und Maskenbälle in historischen Palästen. Überall posieren Menschen in aufwendigen Kostümen des 18. Jahrhunderts mit weißen Masken, Dreispitz und Umhang für Fotos. Zu den traditionellen Masken zählen die Bauta, die das ganze Gesicht bedeckt, die Moretta und die Pestarztmaske mit langem Schnabel. Typisches Gebäck sind Frittelle, frittierte Krapfen, und Galani, knuspriges Schmalzgebäck.

Tipp: Masken in Handwerksbetrieben kaufen, die sie von Hand aus Pappmaché fertigen; die Unterkunft lange im Voraus buchen, die Preise steigen stark.

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